Merken Merken Merken

Kleine Milch-Junkies…

…waren bisher alle meine Kinder. Auch wenn sie alle sehr unterschiedliche Milchliebhaber waren.

Eigentlich ist es schon verrückt, wie elementar das Thema Milch ist, wenn man ein Baby oder kleine Kinder hat. Das wird mir erst jetzt so richtig bewusst, wo ich den Text schreibe. Kein Tag ohne Milch bei uns. Und das seit viereinhalb Jahren.

Muttermilch, Folgemilch, Kindermilch, Kuhmilch – um irgendeine Milch dreht es sich hier immer. Um die eine mehr, um die andere weniger.

In diesem Artikel möchte ich Euch ein bisschen durch unsere Milch-Erfahrungen führen. Ganz großen Anteil daran haben unsere drei Stillzeiten, aber auch unsere (manchmal Hass-) Liebe zur Kuhmilch und die Frage „was ist Kindermilch und brauchen wir das“?

Und weil alles mit der Muttermilch begann – geht’s los mit meinen drei sehr unterschiedlichen Still-Erfahrungen.

Mein erste Stillzeit: schmerzhafte Mama-Erfahrung

Damals wurde meine Große geboren. Sie hat ohne Schwierigkeiten sofort die Brust genommen und sich regelmäßig ins „Milchkoma“ geschlummert. Wir hatten eine super Stillzeit. Stillen nach Bedarf. Morgens und vormittags recht häufig, nachmittags und abends mit normalen Abständen, kurz vorm Schlafengehen noch einen kleinen „Mitternachts-Milch-Snack“ und dann Durchschlafen bis mindestens 05:00 und länger. Wir hatten beide unseren ganz eigenen Rhythmus und waren super eingespielt. Aber dann kam plötzlich dieser Tag um ihren 6ten Lebensmonat herum, an dem ich das Gefühl hatte sie wird nicht mehr satt. Als unerfahrene junge Mama, versorgt mit den (für mich falschen) Ratschlägen, habe ich dann aus meiner Verzweiflung heraus ziemlich schnell ein Pre-Milch-Fläschchen gegeben. Sie hat es sofort angenommen und ich war überrascht und erleichtert zugleich. Diese Gefühle hielten aber nur kurz an, denn vom Stillen wollte sie schon ab dem nächsten Tag nichts mehr wissen. Das war eine der schmerzvollsten Erfahrungen meines bisherigen Mama-Daseins. Denn so war das damals nicht von mir geplant. Ich habe absolut nichts gegen Säuglings- und Folgenahrung, aber unsere gemeinsame Stillzeit war schneller vorbei als ich gucken konnte und sie war plötzlich ein kleines Flaschen-Mädchen. Funktioniert hat das mit der Flasche super – aber rückblickend betrachtet hätte ich sie gerne länger gestillt und bin absolut sicher, dass es geklappt hätte, wenn ich mich mit meiner Unwissenheit und Unsicherheit an die „richtigen Berater“ gewandt hätte. Plötzlich gab es für sie stets und ständig Fläschchen. Von „fester Nahrung“ war sie leider weniger begeistert. Folgemilch hat ihr gereicht. Die Flasche Schritt für Schritt abzugewöhnen bzw. auf Wasser umzugewöhnen war eine schwierige Zeit. Und auch während der Umgewöhnung und danach war sie noch sehr Milch-fixiert. Am liebsten in Form von Naturjoghurt oder eben Milch zum Trinken aus dem Becher. In Mengen, die nicht optimal für sie waren. Und das hat dann ziemlich schnell zu neuen unerwarteten Schwierigkeiten geführt. Die Kuhmilch hat ihr nicht besonders gutgetan und zu heftigen Verdauungsproblemen geführt. Nicht so leicht für uns und unser kleines Milchmädchen. Wir mussten den Milchkonsum sehr runterschrauben und sie sich ein Stück weit von ihrer heißgeliebten Milch verabschieden.

Zweite Stillzeit: das Sprengen aller Erwartungen

Die Mittlere konnte ich ebenfalls ab dem ersten Tag hervorragend stillen. Sie war mein bisher leidenschaftlichstes Stillbaby und ist es fast bis zu ihrem zweiten Geburtstag geblieben. Würde ich wieder so lange stillen? Ja! Auch mit ihr hatte ich Momente, in denen ich dachte, sie würde nicht satt werden. Aber ich war durch meine erste Stillzeit vorgewarnt und habe diese Tage und Stunden mit ihr durchgestanden. Ab und an gab es diese Wachstumssprünge, die wir beide zu spüren bekamen. Sie musste ihren gesteigerten Appetit „ertragen“ und diesen mit deutlich mehr (für den Moment scheinbar) zu kleinen Stillmahlzeiten stillen. Und ich habe jedes Mal mit ihr gelitten bis sich meine Milch-produktion angepasst hatte. Wobei es sich jetzt vermutlich schlimmer liest als es tatsächlich war. Meist waren es nur ein, zwei Tage und schon war alles wieder gut und alle happy. Sie hielt von Brei noch weniger als ihre große Schwester und war eine Mischung aus Stillbaby und Baby-Led-Weaning-Baby. Sie abzustillen war nahezu ein Ding der Unmöglichkeit. Mit etwa einem Jahr hätte ich mir dies meinerseits damals gut vorstellen können und fand es komisch noch länger zu stillen. Weniger aus meinem eigenen wirklichem Empfinden heraus als vielmehr wegen der ersten unverständlichen Blicke und Nachfragen. Die haben mich auch beim zweiten Kind noch sehr unsicher gemacht. Und genau zu dieser Zeit war ich damals für 3 Tage ohne die Mädchen verreist. Der Papa war „in charge“. Ich hatte mich vor meiner Abreise schon etwas traurig von unserer Stillzeit verabschiedet und war sicher:  wenn ich wiederkomme,dann sind sie vorbei – unsere unvergesslichen Stillmomente. Aber weit gefehlt. Ihre Freude über meine Rückkehr war riesig und die Liebe zur Mamamilch ungebrochen. So ging es weiter bis ihr kleines Brüderchen geboren wurde. Und auch noch darüber hinaus – fast bis zu ihrem zweiten Geburtstag. Dann haben wir das Stillen „auslaufen lassen“. Sie wäre gerne noch länger gestillt worden, aber in mir hat sich das Gefühl intensiviert, dass meine Stillzeit mit ihr zu Ende geht. Ich habe mich oft nicht mehr wohl gefühlt. Mir war die Beziehung plötzlich zu intim mit einem so großen Kind. Nicht immer, aber immer öfter. Und so ging diese Stillzeit auch zu Ende.

Meine dritte Stillzeit: nochmal alles auf Anfang

Und nun ist der kleine Mann mein aktuelles Milchbaby. Fast 9 Monate schon. Und ich kann mir heute bei Weitem nicht mehr vorstellen, wie es passiert ist, dass ich die Große damals nur 6 Monate gestillt habe. Das kommt mir mittlerweile einfach unfassbar kurz vor. Er ist der Erste meiner drei Kinder, der auch leidenschaftlich gerne Brei seit seinem 5ten Lebensmonat isst und genüsslich gerne an verschiedenen Sachen knabbert. Es geht bei ihm auch mal einen Tag ohne Mamas Brust, aber dann freut er sich dennoch, wenn ich wieder da bin. Ich bin also sehr gespannt, wie unser Stillzeit noch verlaufen wird. Ich glaube er würde auch zeitiger abstillen als die Mittlere, aber ich selber möchte ihn gerne noch ein bisschen stillen. Sowohl wegen unserer Stillbeziehung als auch wegen der Muttermilch, die es so in keiner besseren Form gibt. Bereits die letzten Monate wurde ich allerdings mehrmals angesprochen, dass ich den kleinen Mann doch sicher nicht wieder so lange stillen würde wie die Mittlere. Als wäre mir das mit dem Stillen und der „Abgewöhnung“ bei der Maus aus den Händen geglitten und außer Kontrolle geraten. Aber das ist es nie und war immer meine eigene/unsere gewollte Entscheidung. Leider reagiere ich auch heute manchmal noch verhalten auf diese Fragen, die sich oft wie eine indirekte Aufforderung anfühlen, dass die Stillzeit diesmal doch bitte kürzer sein könnte. Ich bin immer wieder erstaunt, wie sehr sich Leute in das Thema einmischen, wenn auch nur subtil.  Vielleicht wird mir der Abschied diesmal sogar schwerer fallen als ihm, weil ich nicht weiß ob es meine letzte Stillzeit sein wird.

Stillen ist unbezahlbar

Wie ihr seht: Unser Leben dreht sich ziemlich intensiv um die Milch 🙂

Mittlerweile bin ich eine absolut leidenschaftliche Stillmama. Ich empfehle anderen Mamas gerne lange und intensiv zu stillen. Den Still-Weg zu gehen, den sie fühlen und für sich als richtig empfinden. Für mich war Stillen nie eine belastende Sache – sondern immer nur super schön, natürlich und unfassbar praktisch. Ich finde diese „Variante“ am gesündesten, einfachsten, günstigsten und unbezahlbar für die Mama-Kind-Beziehung. Aber alle Beteiligten (also Mama und Kind) müssen sich natürlich damit wohlfühlen und es muss funktionieren. Wenn das nicht der Fall ist es – dann ist es immer Gold wert, wenn man „stillbegeisterte“ Beratung im eigenen Umfeld hat, die weiterhelfen kann. Ansonsten gibt es heutzutage natürlich auch schon unfassbar gute Folgemilch-Produkte, welche auch wir bei der Großen ab dem 6ten Lebensmonat genutzt haben.

80% von Euch haben sich noch nie mit dem Thema Kindermilch beschäftigt

Folgemilch war bei uns bereits Thema, wenn auch nur einmalig und nicht allzu lang. Und zwar nach der Stillzeit der Großen. Was Folgemilch angeht kann ich mitreden. Auch wenn es sicher Mamas gibt die zu dem Thema sehr viel ausführlicher Erfahrungen haben. Womit ich bis vor kurzem aber noch so überhaupt keine Berührungspunkte hatte, war Kindermilch. Ich hatte schon ein paar Mal Kindermilch im Baby-Nahrungs-Regal gesehen und ehrlich gesagt immer den Gedanken im Kopf „Wer gibt seinem Kleinkind denn bitte solch eine Kindermilch? Die kann doch nur dick machen“. „Wer braucht denn nach der Folgemilch auch noch Kindermilch?“ So ziemlich genau das waren meine Gedanken. Ich habe kein Stück weitergedacht oder mich informiert. Und dann habe ich von Aptawelt die Möglichkeit bekommen, mir das Thema mit anderen lieben Mamabloggerinnen mal von einer erfahrenen Ökotrophologin erklären zu lassen. Was ist Kindermilch? Für wen? Und warum? Eigentlich wollte ich absagen, weil es (bisher) überhaupt nicht mein Thema war, ich nicht vorhatte Kindermilch für uns zu nutzen und ich auf keinen Fall etwas empfehlen möchte, wohinter ich nicht stehe und was ich nicht selber nutze/praktiziere. Genauso habe ich das auch Aptawelt kommuniziert und zu meiner Freude war das auch absolut kein Problem. Denn um Werbung soll es hier vordergründig gar nicht gehen – sondern viel mehr um „Aufklärung“, was Kindermilch eigentlich ist. Interessanterweise haben in meinen Instagram-Stories 80% von Euch (650 Teilnehmer) angegeben, sich noch nie mit dem Thema Kindermilch beschäftigt zu haben. Grund genug, um Euch einfach ein bisschen weiterzugeben, was ich gelernt habe und ob wir Kindermilch nun auch nutzen werden oder es uns zumindest vorstellen können.

Das habe ich zum Thema Ernährung aufgefrischt

Unseren Kindern den bestmöglichen Start ins Leben zu ermöglichen, verbindet sicherlich uns alle Eltern. Auch Ernährung spielt da neben anderen wichtigen Themen eine sehr große Rolle. Speziell auch in den ersten drei Lebensjahren. Wenn wir es schaffen, unsere Kinder optimal zu versorgen, dann ist das Goldstaub für ihr späteres Leben. Eine gute Ernährung begünstigt die Entwicklung des Immunsystems und des Stoffwechsels und kann im Erwachsenenalter vor Allergien und Übergewicht schützen.

Bis zum dritten Lebensjahr verfünffachen Kinder ihr Gewicht und verdoppeln ihre Größe. Und da kein Kind von Luft und Liebe allein wächst, ist auch das, was wir ihnen zu Essen geben, entscheidend für diese Entwicklung und für ihr Wachstum. In einer Zeit mit so rasanten Entwicklungen bedarf es der richtigen Nährstoffe.

Wir alle haben schon einmal von ihr gehört, aber sie kann nie genug erwähnt werden, – denn sie ist eine gute Richtlinie für uns Eltern – die Ernährungspyramide!

Was beinhaltet sie im Wesentlichen?

  1. Obst, Gemüse, Vollkornprodukt und Kartoffeln sind die Grundlage, auf die alles aufbaut. Diese Lebensmittel sollten reichlich verzehrt werden. Dazu reichlich ungesüßte Getränke.
  2. Tierische Lebensmittel sollten in mäßigem Umfang verzehrt werden. Heißt: 2-3 Portionen fettarmes Fleisch pro Woche und 3 Portionen Milchprodukte über den Tag verteilt. 1 bis 2 Portionen fettreicher Fisch ergänzen den wöchentlichen Speiseplan optimal.
  3. Sparsam verzehrt werden sollten Fett und zuckerreiche Lebensmittel. Bereits 2 Esslöffel Öl, Margarine oder Butter decken den Tagesbedarf eines Kindes an Fett.

Wenn das nur alles so einfach wäre

Aber sind wir mal ehrlich: So perfekt bekommen es wohl die wenigsten Eltern stets und ständig
umgesetzt. Manchmal scheitert es am turbulenten Alltag, dann wieder an den Geschmäckern der Kinder oder an der Qualität der Lebensmittel im Supermarkt. Gar nicht so einfach, wie es sich manchmal anhört.

Und so kommt es dazu, dass Kleinkinder sehr häufig viel zu wenig mit Vitamin D (hier spielt übrigens nicht nur Ernährung, sondern auch ausreichend Zeit im Freien und in der Sonne eine Rolle) versorgt sind. Im Schnitt nehmen sie nur 6% von den benötigten 100% auf. Auch Jod (56%), Eisen (83%) und mehrfach ungesättigte Fettsäuren (49%) kommen häufig zu kurz. Proteine hingegen werden meist im Überfluss (263%) aufgenommen.

An Vitamin D gibt es ein besonderes Defizit – wie kann man seinen Kindern helfen, dieses auszugleichen?

Vitamin D ist besonders wichtig für den Knochenaufbau und ein starkes Immunsystem. Unterstützen kann man die Aufnahme durch:

  • Regelmäßige, geschützte Aufenthalte in der Sonne
  • Viel Bewegung an der frischen Luft
  • Vitamin D-haltige Lebensmittel wie Seefisch, Eier und Pilze

Was ist noch wichtig für ein starkes Immunsystem?

 

  1. Ausgewogene Ernährung: 70% (!) der Immunzellen sitzen im Darm
  2. „Dreck reinigt den Magen“: früher Kontakt zu Schmutz und Bakterien. Das unterstütz die Fähigkeit des Körpers Krankheitserreger abzuwehren und Toleranz gegenüber Allergieauslösern zu entwickeln
  3. Ausschlafen: bei ausreichend Schlaf werden verstärkt weiße Blutkörperchen gebildet. Diese übernehmen wichtige Aufgaben des Immunsystems
  4. Frische Luft zu jeder Jahreszeit. Der Winter mit Kälte, Schnee und Matsch unterstützt die Entwicklung der körpereignen Abwehr. Der Sommer mit viel Sonne hilf der Haut das wichtige Vitamin D zu bilden.

Über Kindermilch und was ich darüber gelernt habe

Neben all diesen (und noch anderen) Möglichkeiten haben Eltern auch die Möglichkeit, ihrem Kind Kindermilch anzubieten. Kindermilch erhöht die Wahrscheinlichkeit eines optimalen Vitamin D-Status um 78% im Vergleich zu Kindern, die einfache, nicht angereicherte Kuhmilch trinken. Und nicht nur Vitamin D. Auch die anderen Nährstoffe, mit denen Kinder erfahrungsgemäß nicht optimal versorgt sind, werden durch Kindermilch ergänzt. Kindermilch KANN somit (neben anderen Möglichkeiten) laut der Ernährungskommission der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ) einen Beitrag zur Verbesserung der Nährstoffversorgung leisten. Gut zu wissen ist, dass:

  • Kindermilch nicht im Fläschchen serviert werden sollte, sondern nur aus dem Becher oder der Tasse. Das ist besser für die Kieferform und verringert die Gefahr von Karies (gilt übrigens auch für sämtliche andere Getränke, speziell alles neben Wasser).
  • 300-330 ml Milch/Milchprodukte sollten auf 3 Portionen täglich verteilt werden. Der Calciumgehalt unterstützt das Wachstum und die Entwicklung er Knochen.

Kindermilch ist übrigens nicht dazu gedacht dem Stillen oder der Folgemilch „Konkurrenz“ zu machen. Sie ist vielmehr ein weiteres mögliches Folgeprodukt nach der Pre- und Folgemilch oder dem Stillen. Eher zu verstehen als eine smarte Alternative oder Ergänzung zur Kuhmilch

Es lohnt sich, sich auch über Dinge zu informieren, die man anfangs kategorisch ausschließt

Ich muss sagen, dass ich rückblickend wirklich froh, bin an diesem Event teilgenommen zu haben. Denn jetzt bin auch ich ein Stück schlauer und kann beim Thema Kindermilch mitreden.

Ich finde, Kindermilch ist eine schlaue Erfindung. Ich glaube sie hätte uns den Übergang von der Flasche zum „normalen Trinken und Essen“ beim großen Würmchen einfacher gemacht. Für beide Seiten. Und auch bei der Mittleren hätte sich das Abstillen vermutlich sanfter gestalten lassen.

Die Kids müssen zwar Step by Step auf ihre Flasche oder die Brust verzichten, bekommen aber ihre heiß und innig geliebte Milch in einer Form, die optimal auf ihre Bedürfnisse angepasst ist. So hätten wir es gestalten können und werden es beim kleinen Mann ggf. tun – je nachdem wie seine persönliche „Milch-Geschichte“ die nächsten Monate weitergeht.

Vor dem Hintergrund, dass wir aufgrund von Kuhmilch (die wir bisher immer im Anschluss an Folgemilch oder Muttermilch gegeben haben) teils sehr heftige Verdauungsprobleme mit den Kindern durchstehen mussten, ist Kindermilch ein Produkt, über welches es sich als Kuhmilch-Alternative nachzudenken lohnt. Wer Kinder hat, die schon einmal so richtig schlimm mit ihrer Verdauung zu kämpfen hatten, der weiß was ich meine. Ich kann mir vorstellen, dass uns diese schmerzliche Erfahrung mit Kindermilch erspart geblieben wäre.

Was ich außerdem gut finde, ist die smarte Zusammensetzung der Inhaltsstoffe. Meine Mittlere ist eine „gute Esserin“,  so wie man sich das als Mama wünscht. Sowohl, was den Umfang angeht als auch die Vielfalt. Aufgrund der Tatsache, dass sie eigentlich alles isst, was auf ihrem Teller landet, wird sie nährstofftechnisch gut versorgt sein, sofern wir ihr die richtigen Sachen auf den Teller legen.

Aber es gibt eben auch Kinder wie meine Große, die morgens am liebsten Haferfocken mit Milch, mittags Nudeln „ohne alles“ und abends nochmal Haferflocken mit Joghurt isst. Wenn wir andere Dinge anbieten, dann verzichtet sie oft lieber gänzlich aufs Essen. Nährstofftechnisch nicht gerade optimal. Auch in so einem Fall kann Kindermilch sicher weiterhelfen.

Und ich finde den Aspekt gut, dass Kindermilch eher in kleinen Mengen, im Becher und verteilt über den Tag als kleiner Snack gereicht wird. Milch in der Flasche birgt zu viele Risiken – sowohl für die Zähne durch das Nuckeln als auch für das Gewicht, durch das (möglicherweise) „zu viel trinken“. Meine Kids verlangen regelmäßig nach kleinen Snacks. Da finde ich Kindermilch wirklich ein super Ergänzung und Abwechslung zu anderen Snacks.

Mein Fazit

Wir machen gerade erst unsere eigenen Kindermilch-Erfahrungen und können somit noch keine ultimative Empfehlung abgeben, was Kindermilch angeht. Den Mädels schmeckt´s als Snack zwischendurch. Sie finden es cool 🙂 Bei ihnen wird Kindermilch die Kuhmilch nicht ersetzen, aber hier und da mal ergänzen. Der kleine Mann wird noch eine ganze Weile gestillt. Aber in der Abstillphase wird er bestimmt auch mal in den Genuss von Kindermilch kommen. Wie ich uns (und unsere Liebe zur Kuhmilch) kenne, glaube ich nicht, dass Kindermilch Kuhmilch jemals komplett ersetzen wird. Aber gerade als gesunde abwechslungsreiche Snack-Alternative finde ich Kindermilch auch in unserem Alltag toll und weiß jetzt, wie ich sie einsetzen kann.

Ich finde auf jeden Fall, dass es sich für Eltern lohnt sich mit dem Thema Kindermilch auseinanderzusetzen. Genau, wie sich fast jede Mama irgendwann mit dem Thema Pre- und Folgemilch auseinandersetzt.

Jedes Kind, jede Familie ist anders.

Die einen werden länger, andere kürzer oder gar nicht gestillt.

Einige Kinder sind kleine Genießer und essen alles, andere sind sehr wählerisch.

In einigen Familien wird jeden Tag mindestens einmal sehr gesund, frisch und vielfältig gekocht – in anderen ist das zeitlich nicht realisierbar.

Einige Kinder haben vom ersten Tag an ein beneidenswertes Immunsystem, andere nehmen jeden Schnupfen mit.

Letztendlich muss jede Familie für sich entscheiden, wie sie das Thema Ernährung gestaltet und umsetzt.

Nachdem was ich gelernt habe, glaube ich, dass Kindermilch eine durchaus gute Möglichkeit sein kann, um Kinder nährstofftechnisch besser zu versorgen und Kindermilch-Produkte somit eine absolute Daseinsberechtigung haben. Gerade für Kinder, die nicht so lange gestillt werden wie meine Mittlere. Für Kinder, die sehr wählerisch beim Essen sind wie meine Große. Oder für Kinder in Familien, wo das frische und vielfältige Kochen eine große Herausforderung darstellt. Gerade Eltern dieser Kinder sollten überlegen, wie sie diesen Herausforderungen entgegentreten, Defizite minimieren und ob Kindermilch eine Lösung für sie sein kann.

Danke Aptawelt für ein sehr spannendes und lehrreiches Kindermilch-Event. Wissen verständlich zu vermitteln ist immer die beste Möglichkeit, um Menschen die Möglichkeit zu geben ihre eigenen, für sie richtigen, Entscheidungen zu treffen.

XOXO
signature
15

No Comments Yet.

What do you think?

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Ich akzeptiere