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Jetzt gehts los

Nun ist es soweit.  traumjob:mama soll endlich mit Leben erfüllt werden. Vor nur 3 Monaten war es überhaupt nicht abzusehen, dass es diesen Blog einmal geben würde. So schnell kann’s gehen. Eher zufällig ist im Juni die Facebook-Seite Kunterbunte LieblingsFrüchtchen entstanden (die jetzt traumjob:mama heißt). Neben meinen zwei Zwergen wollte ich einfach noch eine andere Aufgabe haben, etwas nur für mich. Viele gehen deshalb ganz selbstverständlich nach einem Jahr Elternzeit in ihren alten Job zurück. Da unser Familienleben aber von regelmäßigen Umzügen und langen Abwesenheitszeiten unseres Papas und Ehemanns geprägt ist, ist das für mich gar nicht so einfach. Außerdem war die Lust groß, auch schon vor Ablauf meiner wertvollen Elternzeit etwas nebenbei nur für mich zu machen. „Nur“ Mama und Hausfrau zu sein war mir nicht genug. Wobei ich sagen muss, dass ich die Frauen, die sich genau dafür entscheiden und sich weder selbst Druck machen noch Druck machen lassen, sehr bewundere. Aber für mich war der frustrierendste Moment eines jeden Tages immer der, wenn mein Mann nach Hause kam mit der Frage: „und wie war euer Tag so?“ Nicht dass er irgendetwas erwartet hätte. Unser liebster Papa und Mann ist diesbezüglich äußerst großzügig. Er erwartet keine großen Tageswerke – Hauptsache wir hatten eine schöne Zeit! Trotzdem kam nach dieser Frage immer ein Gefühl der Unzufriedenheit in mir auf. Immer nur zu antworten antworten: „ wir waren auf dem Spielplatz, haben 3 Waschmaschine gewaschen,  5 mal aufgeräumt,  gesaugt und haben Duplo gespielt“ war unbefriedigend. Jeden Tag das gleiche. manchmal gab es noch nicht einmal diese 3 Waschmaschinen und ich fragte mich, was habe ich eigentlich den ganzen Tag getan? Tief in mir weiß ich: das ist vollkommen ok so. Und sowieso ist es nur eine sehr kurze Zeit in unserm Leben. Aber hat es mir einfach nicht gereicht.  Es hat mich unzufrieden gemacht und Unzufriedenheit resultiert in schlechter Laune. Schlechte Laune ist für die ganze Familie doof. So kam es als zu Kunterbunte LieblingsFrüchtchen. Kreative Ideen hatte ich schon immer viele – nur an der Umsetzung hat es gehapert. Mit der Facebook-Seite war die Motivation groß viel tolle Sachen auszuprobieren und mit anderen zu teilen. Diese Seite war für uns eine gute Idee und hat unseren Alltag viel kreativer und bunter gemacht. Während dieser Zeit habe ich aber auch mit Erstaunen festgestellt, dass verdammt gerne Texte schreibe. Ich wurde schon immer für meine Karten und Briefe gelobt, die ich an Familie und Freunde verschickt habe aber dass ich so viel Freude daran habe war mir nicht wirklich bewusst. Die heutige Zeit und die sozialen Medien bieten für diese Leidenschaft ideale Voraussetzungen. Somit war schnell die Idee geboren sich mal intensiver mit dem Thema bloggen auseinanderzusetzen. Gedacht, Getan. Angemeldet habe ich mich dann schnell zu einen Onlinekurs namens Blog-Camp. Hier kam in der dritten Lektion die alles und entscheidende Frage, die alles in Gang gesetzt hat. „wenn du ein garantiertes monatliches Einkommen bekommen würdest für einen  Job deiner Wahl. Was wäre dein Traumjob?“. Auf einmal war alles klar! Mein Traumjob wäre und ist der Mamajob. Und es war klar, Mama zu sein – das ist mein Blogthema. Das Universum jeder Mama ist so groß. Gehe ich wieder arbeiten? Ja? Nein? Wann? Vollzeit/Teilzeit? Wie erziehe ich mein Kind? Wie sollen wir bloß mit dem Geld klarkommen? Warum schaffen andere Mamas alles und ich nichts? Vegane Ernährung oder lieber normal? Warum sehen Topmodels 5 Wochen nach der Geburt besser aus als vor der Schwangerschaft? Schier unendlich Fragen sind zu klären und Entscheidungen zu treffen. Und sowieso läuft es ja bei allen andern perfekt, nur bei mir nicht! Diesbezüglich hatte ich zwei Schlüsselerlebnisse. Bei einem Familientreffen ergriff meine Schwiegermama vor einiger Zeit das Wort. Grund war ein Gespräch mit ihrer Tochter, meiner Schwägerin. „Mama, wie hast du das immer nur alles hinbekommen? Hast du auch manchmal gezweifelt?“. Und ihre Botschaft an die Großfamilie war eindeutig: „ ja klar habe ich gezweifelt, sogar oft. Es gab viele schwierige Zeiten. Aber es hat sich gelohnt“. Unsere eigenen Eltern hatten auch mal kleine Kinder – uns. Und es war auch nicht immer alles einfach und perfekt. Ein zweites Gespräch war auch sehr einprägsam. Eine meiner Freundinnen hat über ihre Herausforderungen mit ihrem kleinen Baby berichtet. Viele Dinge  liefen überhaupt nicht so, wie sie sich das vorgestellt hatte. Ich hatte zu fast jeder von ihr beschriebenen Situation ein Gegen-Beispiel aus unserem Alltag parat um sie zu beruhigen, dass es den meisten anderen auch  so geh. Ganz erstaunt meinte sie dann. „ich dachte bei Euch läuft immer alles so perfekt und reibungslos“. Vielleicht wirkt das manchmal so – ich weiß es nicht – aber nein so ist es definitiv nicht! Der Schein trügt sicher oft. So ist das heutzutage. Jeder hat den perfekten Job, macht die tollsten Urlaube und hat ein tadelloses Instagram-Profil. Und genauso haben viele auch ihre kleine perfekte Vorzeige-Familie. Dass man zu Hause am Boden festklebt aufgrund verschiedenster Essenreste, dass das Kind auch mal vor dem Fernseher sitz damit man selber länger schlafen kann und, dass es zu Hause manchmal Ketchup zu den Nudeln gibt anstatt selbstgekochter Tomatensauce – diese Realität  wird nach außen oft  nicht präsentiert. Weil alle anderen ja auch soooo perfekt sind. Man will irgendwie mithalten können und die perfekte Mama sein. Nicht dass das eigene Kind noch „Bauernopfer der eigenen Unfähigkeit“ wird (O-ton meiner Freundin).

Glück entsteht im Kopf

Mit traumjob:mama will ich solche und andere Themen ansprechen und zeigen, dass Mama oder Papa sein viel Arbeit bedeutet. Familienarbeit. Erfüllende Arbeit. Und Mut machen sich für Familie zu entscheiden. Mut machen nicht perfekt zu sein. Perfekt zu sein macht einem selber und auch den andern Druck noch perfekter sein zu wollen. Also lassen wir das doch einfach. Versuchen wir doch einfach die Eltern zu sein, die wir sein können  und einfach glücklich zu sein so wie wir sind! Glück entsteht im Kopf!

 

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XOXO
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