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Über #RegrettingMotherhood und Visionen im Leben

 

Würdest du dich wieder dafür entscheiden Mutter von 3 Kindern zu werden?

 

Genau diese Frage wurde mir hier schon ziemlich oft gestellt. Und ich freue mich, wenn ihr mir solche Fragen stellt. Denn, wie ihr wisst, spreche gerne über alles, was mit meinem Mami-Leben zu tun hat. Auch meine Antwort dazu wird Euch nicht weiter überraschen. Sie heißt JA. Ja ich würde mich wieder für alle meine 3 Kinder entscheiden. Vielleicht mit einem anderen zeitlichen Abstand. Vielleicht auch nicht. Aber ich würde auf jeden Fall wieder Mama werden wollen. Und das sage ich, weil es genau so ist.

 

Ich bereue meine Mutterschaft in keinster Weise. Was nicht bedeutet, dass mir nicht auch mal alles über den Kopf wächst, ich Dinge anders machen würde oder manchmal ein ganz kleines bisschen Momente aus meinem Leben ohne Kinder vermisse. BUT I AM NOT REGRETTING MOTHERHOOD. Vor zwei drei Jahren gab es in der breiten Öffentlichkeit ja eben genau diese große Debatte um das Thema #regrettingmotherhood. Es wurde ziemlich hochgekocht. Einige klatschten die Hände über den Köpfen zusammen und wollten gar nicht glauben was sie da hören. Empörung auf ganzer Linie. Für andere war es ein Befreiungsschlag. Endlich sagt mal jemand das, was (vielleicht?) so viele Mütter denken und spüren?

 

Ich würde mich als sehr liberal und diplomatisch bezeichnen und ich finde es wichtig, dass wir in einer Gesellschaft leben, in der man sich trauen darf unbequeme Sachen offen anzusprechen. Und somit hat die Debatte um #regrettingmotherhood absolute Berechtigung.

 

Die Mamas, die sich damals geoutet haben ihre Mutterschaft zu bereuen, bereuten in keinem einzigen Fall ihre Kinder selber. Das eigene Kind zu bereuen – das kann sich wohl kaum eine Mutter dieser Welt vorstellen. Aber was diese Frauen bereuten war ihre  Mutterschaft und  viele der unzähligen Veränderungen, die das Leben als Mutter mit sich bringt. Veränderungen im wunderbaren Sinne aber auch Veränderungen, die auf einmal das ganze Leben umkrempeln. Die luftigleichten, unkomplizierten Zeiten vor den Kindern schienen plötzlich Lichtjahre entfernt. Jede Mutter empfindet dies aber anders. Bei vielen überwiegt das Positive. Bei anderen (ohne sich das wohl jemals so gewünscht zu haben) das Negative.

Die einen gehen in ihrer Mutterrolle auf, wie sie nie besser in irgendeiner anderen Rolle hätten aufgehen können (1)

Die anderen arrangieren sich mit ihrem neuen Mama-Alltag, so wie sie es auch vorher erahnt hatten (2)

Und noch wieder andere werden überrannt von dieser neuen Lebenssituation und wünschen sich nicht ihre Kinder weg aber doch bitte ihr altes Leben zurück (3)

 

Und wo befinde ich mich zwischen all diesen Mami-Typen? 1,2 oder 3? Was denkt ihr?

Auch diese Antwort ist für mich sonnenklar! 1, 2 UND 3! Meistens die 2, ganz oft die 1 und ab und zu auch mal die 3! Die meisten Mamas werden das kennen. Nicht jeder Tsg ist eben gleich. Mal ist er ne 1. Mal ne 2 und ab du zu eben ne 3.

 

Was ich aber an all den unzähligen Tagen mit meinen Kindern noch nie in Frage gestellt habe, ist: meine Mutterschaft. Denn die ist einfach unmittelbar und kompromisslos mit meinen kleinen Lieblingsmenschen verbunden.

 

Ohne Kinder keine Mutterschaft und ohne Mutterschaft kein Kinder.

 

Ohne Mutterschaft würde meine persönliche Vision unseres Lebens nur ein Traum bleiben. Simon und ich haben nämlich ein ganz bestimmtes Bild vor Augen. Wir möchten irgendwann alt, schrumpelig und vor allem glücklich, händchenhaltend durch unseren Lebensabend spazieren und unsere hoffentlich zahlreichen Enkelkinder genießen.

Zu unserer gemeinsamen Vorstellung von Glück gehören unverzichtbar viele intensive Herzensbeziehungen. Intakte Beziehungen zu unseren Geschwistern und Familien. Wertvolle Verbindungen zu unseren liebsten Freunden und Wegbegleitern. Und allem voran untrennbare Bänder zu unseren eigenen Kindern und all den kleinen Menschen, die aus ihnen vielleicht irgendwann hervorgehen.

Wir sind zwei, die immer viel und gerne liebe Menschen um sich herum haben. Und das soll bis zum letzten Tag so bleiben.

Kinder Ja oder nein. Diese Frage hat sich für uns uns somit noch nie gestellt.

Und dazu gehören eben auch Elternschaft, Vaterschaft und Mutterschaft.

 

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XOXO
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6 Responses
  • Tutku
    26 . 07 . 2018

    Sehr schön geschrieben!

    • traumjobmama
      26 . 07 . 2018

      Danke 🙂

  • Petra Merz
    27 . 07 . 2018

    Ganz toller berührender Text!
    Ich lese dich so gerne, weil du so liebenswert und unheimlich authentisch bist.

    • traumjobmama
      29 . 07 . 2018

      Oh liebe Petra! ich danke dir so sehr für diese lieben Worte. Bei solchem Feedback schreibe ich noch viel lieber Texte an meinen freien Abenden <3

  • Ceci & Bella
    05 . 08 . 2018

    Hallo 🙂 Wir haben dich gerade gefunden und den Artikel gelesen. Der ist super toll geschrieben und du bist schon ein Lesezeichen geworden 😉 ich bin so eine Mama, liebe mrine Tochter über alles und würde aber gerne mein altes Leben wiederfinden. Ich habe Träume, Freunde, Urlaube und vieles abgegeben um nun meine Tochter großzuziehen. Manchmal bereue ich es so ungeplant und ohne Partner Mutter geworden zu sein, aber dann lacht die Kleine und es ist alles wieder gut 🙂
    LG

    • traumjobmama
      22 . 08 . 2018

      Vielen lieben Dank für die lieben Worte. 🙂

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